EU-Konferenz “Creativity and Innovation”
Ich bin in diesen Tagen in Brüssel bei einer großen EU-Konferenz zum Themenjahr “Kreativität und Innovation” in deren Rahmen ich auch das Projekt Civilmedia präsentiere.
Im Rahmen dieser Konferenz mit mehr als 500 Teilnehmenden wurde eine Projektplattform “gelauncht”.
EVE is the electronic platform for the dissemination and exploitation of results of projects supported by programmes implemented by the Education and Culture Directorate-General (DG).
EVE is a new tool available – from March 2009 – for project beneficiaries of the “Lifelong learning”, “Culture”, “Youth in Action” and “Citizenship” programmes, to have visibility on the European Union website. EVE will acquire much information as the projects develop and the results are introduced by the project coordinators.
Through its collaborative approach, the EVE platform is an innovative tool offering users a centralized vision of the majority of funded projects.
Empfehlenswert, wenn man sich einen Überblick über Projekte machen will.
Übrigens hat das Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger auch eine neue Web-Site und gleichzeitig Kontaktstelle in Österreich bekommen.
Jetzt an Projekte denken: Bildung und Zivilgesellschaft
Schon seit einiger Zeit denke ich über ein Meta-Projekt zu EU-Projekten nach. Ich bin mir sicher, dass noch viele Menschen mit guten Ideen, besser über die Möglichkeiten von Antragstellungen bei der EU Bescheid wissen sollten. Die Vermittlung der entsprechenden Kompetenzen ist mir ein wichtiges Anliegen.
Aus dem Programm Grundtvig/Flankierende Maßnahmen lassen sich “Die Berater” ein interessantes Projekt finanzieren. Das passt tatsächlich gut in die Aktion der “flankierenden Maßnahmen”. Schade, dass für diese Aktion nur wenig Geld zur Verfügung steht und im Jahr 2008 europaweit gerade einmal zwei Projekte gefördert werden konnten.
Survival Kit – Survival Kit für Lifelong Learning Projekte
Programm für Lebenslanges Lernen/Grundtvig, Accompanying measures 2008 – 2009
Selbst wenn die Europäischen Bildungsprogramme sich nun schon in ihrer dritten Laufzeit befinden, kann nicht davon ausgegangen werden, dass ErwachsenenbildnerInnen bereits eine solide Basis für erfolgreiches Projektmanagement aufweisen, die den komplexen Anforderungen der Steuerung multilateraler Projekte im Rahmen des Lifelong Learning Programms genügt. Im Projekt Survival Kit publiziert eine Expertengruppe unter Leitung von die Berater® eine Anleitung für das Management europäischer Bildungsprojekte. Diese von der Europäischen Kommission gewünschte Publikation stellt im Wesentlichen eine Neuauflage des von den Autoren erarbeiteten, vor 9 Jahren erschienen und als Grundlagenwerk in europäischen Bildungskreisen etablierten Handbuchs “A Survival Kit for European Project Management. Advice for Coordinators of Centralised Socrates Projects.” mit substanziellen Aktualisierungen und Erweitungen dar.
Allerdings sind die “flankierenden Maßnahmen” lediglich eine Aktion unter vielen im sehr umfangreichen Programm für das “Lebenslange Lernen“. Neben den großen multilateralen Projekten und Netzwerken sind besonders die Partnerschaften, bei denen mehr der Prozess als das Produkt der Zusammenarbeit im Vordergrund steht, interessant. Auch auf die neuen Projektarten will ich gerne aufmerksam machen. Dazu gehören im Programm Grundtvig (allgemeine Erwachsenenbildung) zum Beispiel die Workshops und Senioren-Freiwilligen-Projekte. Obwohl die Antragsfristen bereits im Februar 2009 sind, fehlen noch einige wichtige Details, wie zum Beispiel das Budget, das für die Projekte zur Verfügung stehen wird. Es ist zu hoffen, dass diese Information spätestens nach den Ferien der Nationalagentur am 7. Jänner bereitgestellt wird.
Auch im Programm “Europa für Bürgerinnen und Bürger” sind die Antragsfristen in Bälde. Die Frist für Aktion 2, Maßnahme 3 ist beispielsweise der 15. März 2009. Interessant ist das Programm auch aufgrund der relativ einfachen Abrechnung einzelner Aktionen. So können die Events (Veranstaltungen, die von zivilgesellschaftlichen Einrichtungen organisiert werden, Aktion 2, Maßnahme 3) über Pauschalen abgerechnet werden. Das erspart den Antragstellern viel mühsame Bürokratie. Ein Projekt, das über diese Schiene finanziert werden konnte, war die UnConference Civilmedia.eu der Radiofabrik in Salzburg.
Civilmedia 08 from David Roethler on Vimeo.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Ideen in ein Konzept zu gießen und Partner zu suchen.
Online-Konferenz-Systeme
Mit Adobe Connect mache ich immer bessere Erfahrungen. Es ist auch sinnvoll, wenn man nur zu zweit kommuniziert. Der zusätzliche Einsatz der Bildschirmfreigabe zum Beispiel um gemeinsam Web-Sites anzusehen oder die Möglichkeit gemeinsam Notizen zu erstellen, sind ein klarer Mehrwert gegenüber dem Telefon. Heute habe ich daher für PROJEKTkompetenz.eu ein entsprechendes Angebot formuliert.
Das nächste Off- und Online-Event findet übrigens am übernächste Woche statt. Ein EU-Dienstag zum Thema EU-Bildungsprojekte.
Kürzlich habe ich auch neue Mikrofone und ein Mischpult erworben. Damit wird die Sprachverständlichkeit noch besser sein.
Verspätung im EU-Kulturprogramm
Während die Deadlines für 2009 der beiden wichtigsten Aktionen 1.1 und 1.2.1 bereits im September 2008 sind, verzögert sich die Information der AntragsstellerInnen der letzten Ausschreibung.
Diese erhielten folgende Mitteilung:
“Decisions on Phase I will not be made before May 2008. Additional documents will be required within one month after decision. Final decisions are to be expected in June.”
2009, das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation
Nach dem “Jahr des interkulturellen Dialogs 2008″ wird 2009 das europäische Jahr der Kreativität und Innovation. Waren die zusätzlichen Finanzmittel für das Jahr 2008 schon sehr gering, wird es für 2009 überhaupt keine besonderen Programme für entsprechende Aktivitäten geben. Dennoch sollten AntraggstellerInnen in allen EU-Programmen versuchen, ihre Projekte in diese Richtung zu formulieren.
Aktivitäten:
++ Die Aktivitäten des Europäischen Jahres sollten sich darauf konzentrieren, ein innovations- und kreativitätsfreundliches Umfeld zu schaffen und einen starken Impuls für ein langfristiges politisches Engagement zu geben.
++ Im Vordergrund sollten beispielsweise verschiedene Bildungsthemen wie Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und andere Technologien stehen. Wenn dabei der Schwerpunkt auf die Kreativität gelegt wird, sollte dies die Problemlösungsfähigkeit und die praktische Anwendung von Wissen und Ideen fördern.
++ Es sollten alle Formen der Innovation – einschließlich der sozialen und der unternehmerischen – berücksichtigt werden.
++ Angemessene Beachtung finden sollten auch das künstlerische Schaffen und neue Herangehensweisen in kulturellen Fragen als wichtige Möglichkeiten zur Förderung der Kommunikation zwischen den Menschen in Europa und als Follow-up zum laufenden Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs (2008).
++ Das Europäische Jahr der Innovation und Kreativität wird als Querschnittsinitiative vorgeschlagen, die nicht nur Bildung und Kultur betrifft, sondern auch andere Politikfelder wie Unternehmens-, Medien-, Forschungs-, Sozial- und Regionalpolitik und die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums.
++ Im Rahmen dieses Europäischen Jahres sollten Informations- und Sensibilisierungskampagnen, die Verbreitung von Good-Practice-Beispielen, Diskussionen, Zusammenkünfte und Konferenzen organisiert und vielfältigste Projekte auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene gefördert werden.Finanzierung:
Nach den Vorstellungen der Kommission brauchen für das Europäische Jahr keine eigenen Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt zu werden, sondern es können bestehende EU-Programme und schon eingeplante Verwaltungsmittel genutzt werden.
Vereinfachtes Antrags- und Abrechnungsverfahren im Kulturprogramm der EU
Wie der deutsche Cultural Contact Point in seinem aktuellen Newsletter schreibt, soll es in Zukunft administrative Erleichterungen geben:
Die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur bemüht sich weiterhin um anwenderfreundliche(re) Verfahrensweisen. So wird derzeit erwogen, ähnlich wie im Programm “Europa für Bürgerinnen und Bürger” einen über die gesamte Laufzeit des Programms gültigen Programmleitfaden mit Fixterminen für die jährliche Antragstellung zu entwickeln, der an die Stelle der einzelnen Aufrufe im Amtsblatt der EU treten soll. Dies würde eine langfristige Projektplanung erleichtern. Außerdem sollen künftig einseitige Bewilligungsbescheide an die Stelle der bisherigen Verträge treten und für Zeitersparnis im Bewilligungsverfahren sorgen. Der Beschluss über die Neuerungen soll möglichst vor der Sommerpause fallen.
Online-Konferenz-System Adobe Connect
Vor ein paar Tagen haben wir über PROJEKTkompetenz.eu eine Lizenz für das professionelle Live-Online-Konferenz-System Adobe Connect erworben. Bis zu 100 Personen können so an Online-Meetings teilnehmen und gemeinsam Präsentation ansehen, miteinander sprechen, sich sehen, chatten, ein Whiteboard benutzen und vieles mehr. Wir wollen das System zum Beispiel für folgende Zwecke einsetzen:
- Online-Projekttreffen
- Workshops (Webinars)
- Online-Beratung
- Dissemination
- interaktive Live-Übertragung unseres Vernetzungstreffens EU-Dienstag
Hier findet sich eine kurze Demonstration der Fähigkeiten des Systems.
Live-Stream aus dem Museumsquartier
Aufzeichnung des Live-Streams aus dem net culture lab vom 11. März 2008, 19 Uhr.
Einladung zum 2. EU-Dienstag
Dienstag, 18.12.2007
Der EU-Dienstag ist ein offenes Treffen und bringt EU-ProjektmanagerInnen, Projekt-EntwicklerInnen, UnternehmerInnen, ForscherInnen und sonstige InteressentInnen zum Thema EU-Projekte zum Zweck der Vernetzung und des Erfahrungsaustauschs zusammen.
18.12.2007, 18.30
Franz-Josef-Str. 19/7, 5020 Salzburg
Büro von PROJEKTkompetenz.eu
Special Guest: Mag. Michaela Petz, Leiterin Verbindungsbüro des Landes Salzburg zur EU
Information und Anmeldung sowie Themenvorschläge: http://eudienstag.eu/doku.php?id=18.12.2007
Rückblick: http://eudienstag.eu/doku.php?id=25.9.2007
Veranstaltet wird der EU-Dienstag von PROJEKTkompetenz.eu
www.projektkompetenz.eu
Auf Ihre Teilnahme freut sich das Team von PROJEKTkompetenz.eu
Termine im September
Nach einer kleinen Blog-Pause, möchte ich gerne Termine für den September bekanntgeben:
1. Seminar zum Thema EU-Finanzierung in Strobl am Wolfgangsee, 17. bis 19.9.
http://www.bifeb.at/veranstaltungen/Seminare/europa_kompetenz_07.html
2. Nachmittagsseminar in Graz am 24.9. bei der KIG mit Schwerpunkt EU-Projekte für Kultur, Medien & Bildung
3. EU-Dienstag in Salzburg am 25.9.
Der EU-Dienstag ist ein offenes, informelles Treffen zum Thema EU-Projekte und ein kleines Experiment, Interessierte in Salzburg und Umgebung miteinander zu vernetzen. Die Idee wurde vom Web Montag übernommen.
Mehr Information zum EU-Dienstag gibt es hier. Anmeldungen sind ab sofort über das Wiki möglich (Edit-Button bei TeilnehmerInnen klicken und eigenen Namen dazuschreiben).

