2009: „Europäisches Jahr zur Förderung der Beziehungen zwischen Kreativität, Kultur und Bildung“
Das Europäische Jahr 2009 soll den Titel „Europäisches Jahr zur Förderung der Beziehungen zwischen Kreativität, Kultur und Bildung“ tragen. Einem im Juli 2007 gemeinsam vom Europäischen Parlament, dem EU-Ministerrat und der Kommission vorgelegten Entwurf zufolgen sollen bei diesem Europäischen Jahr u.a. folgende Faktoren im Vordergrund stehen:
- Schaffung eines Umfeldes, das die ästhetische Sensibilität, das nonverbale Danken, die Intuition und die emotionale Entwicklung der Kinder von frühesten Entwicklungsphasen an fördert;
- Ausweitung des Zugangs zur Kultur, insbesondere während der prägenden Jahre eines Menschen;
- Stete Teilhabe an verschiedenen Formen des eigenen kulturellen Ausdrucks während des gesamten formalen Bildungswegs;
- Förderung der Kreativität, u.a. durch Maßnahmen für die Jugend im nicht formalen und informellen Bereich;
- Befähigung zur optimalen Nutzung beruflicher Chancen in Kunst und Kunsthandwerk;
- Ermunterung zur Öffnung für die kulturelle Vielfalt als Mittel für die interkulturelle Kommunikation und den künstlerischen Austausch.
Leider war die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für Aktivitäten für das kommende “Jahr des interkulturellen Dialogs 2008″ sehr gering. Ähnlich wird es wahrscheinlich auch 2009 sein, wie Sandra Steinhauer vom Verbindungsbüro des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung in Brüssel schreibt.
Die Europäischen Jahre selbst werden mit immer geringeren finanziellen Mitteln ausgestattet. Diese werden vorrangig für groß angelegte, öffentlichkeitswirksame Maßnahmen auf nationaler Ebene verwendet. (Pressekonferenzen, Werbespots, Großveranstaltungen, etc.) Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Sensibilität in der Bevölkerung für das jeweilige Thema zu erhöhen und europapolitische Botschaften zu vermitteln. Förderungen für Projekte stehen daher nur im Rahmen der EU-Förderprogramme KULTUR, Jugend, Bürgerschaft, Bildung, etc. zur Verfügung. Dort fließt das jeweilige Thema des Europäischen Jahres in die Zielsetzung der in dem Jahr geförderten Projekte ein und wird somit dazu verwendet, jährliche Schwerpunkte zu setzen. Zusätzlich kann die Kommission Calls veröffentlichen, durch die jedoch z.B.: für das Jahr 2008, lediglich einige wenige Großveranstaltungen unterstützt werden. Insgesamt sollen so z.B. in den Jahren 2007 und 2008 je ein Projekt pro EU-Mitgliedsland gefördert werden. (Oft ist die Teilnahme auf die nationalen Koordinierungsstellen beschränkt. Einzelpersonen können keine Anträge stellen.)
Thematische Schwerpunkte im Überblick:
2010: Das Europäische Jahr der Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung und Armut
2009: Das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung
2008: Das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs
2007: Das Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle
2006: Das Europäische Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer
2004: Das Europäische Jahr der Erziehung durch Sport (EJES)
1. EU-Dienstag, Dokumentation
Gestern fand der 1. Salzburger EU-Dienstag statt. Rund 25 Interessierte versammelten sich im Büro von PROJEKTkompetenz.eu. Weitere Netzwerktreffen sind geplant.
Dokumentation: http://eudienstag.eu/doku.php?id=salzburg
EU-Dienstag
Ich bin ganz erfreut, dass sich das Wiki des EU-Dienstags stetig füllt und unser Büro-Veranstaltungsraum am 25. September wahrscheinlich ebenso.
PROJEKTkompetenz.eu veranstaltet am 25. September 2007 ab 18.30 in seinen Räumen in der Franz Josef Strasse 19/7 den ersten EU-Dienstag in Salzburg. Der EU-Dienstag ist als offenes und partizipatives Treffen konzipiert. Das Treffen bringt ProjektmanagerInnen, ProjektentwicklerInnen, UnternehmerInnen, ForscherInnen und sonstige InteressentInnen zum Thema EU-Projekte mit dem Ziel der Vernetzung und des Erfahrungsaustauschs zusammen.
Die Teilnehmenden sind auch eingeladen ggf. eine Idee oder ein Projekt kurz zu präsentieren.
WLAN, PC und Beamer sind vorhanden.
Kulturprogramm der EU
Offenbar ist nun doch eingetreten, was von vielen Kultureinrichtungen und Interessensvertretungen befürchtet worden ist: der Trend zu größeren Projekten im neuen Kulturprogramm. Die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) beklagt die im Vergleich zum Programm Kultur 2000 gesunkene Zahl von geförderten Projekten. Während die Erfolgsquote im vorigen Kulturprogramm bei ca. 30% lag, ist diese bei der letzten Runde auf 18,6% gesunken und dies trotz steigendem Gesamtbudget.
Bei allem Verständnis für das Bestreben, die Mittel an möglichst stabile, große und vermeintlich sicherere Empfänger zu verteilen, so die KuPoGe, entspricht eine solche Konzentration der Mittel nicht dem mühsam errungenen kulturpolitischen Kompromiss. Danach soll das Budget ausgewogen zwischen großen, mehrjährigen vernetzten Kooperationen und kleineren Projekten verteilt werden. Gerade durch die kleineren, kreativen Vorhaben sollen möglichst viele europäische Bürgerinnen und Bürger zur kulturellen Kooperation und zum Erleben des gemeinsamen Kulturraumes angeregt und so ein vielschichtiger Nährboden für Europa entwickelt werden.
Positiv zu vermelden ist allerdings eine Erleichterung beim Antragsverfahren, das nun zweistufig ist. Im ersten Teil des Antrags müssen zahlreiche Unterlagen nicht mitgeschickt werden.
Weitere Infos hier….

